HISTORIE

 

1872

Der Schriftsetzer Johann Schreiber gründet die Firma „J. Schreiber Buchdruckerei“. Die ersten Räumlichkeiten des Unternehmens befinden sich im Anwesen Rindermarkt 6, werden aber bald ins Rosental 6 verlegt.

 

1873

Der ältere Bruder, Andreas Schreiber, übernimmt die Firma und führt den Druck von großen Plakaten als Spezialität des Unternehmens ein. Dank eines Maschinenparks von vier MAN-Schnellpressen und einer Tiegeldruckpresse wird die Druckerei bayernweit schnell führend.

 

1892

Nach dem Tod von Andreas Schreiber übernehmen sein Schwager Karl von Fassmann und dessen Frau die Druckerei. 1897 stirbt von Fassmann. Die Witwe führt die Firma weiter. Unterstützt wird sie von ihrem jüngsten Bruder Ferdinand Schreiber, dem vormaligen Hotelier und Besitzer des Hotels Europäischer Hof in München.

 

1904

Ferdinand Schreiber sen. erwirbt mit seinem älteren Sohn Georg die Druckerei und das Haus von seiner Schwester. Wenige Jahre später tritt auch sein jüngerer Sohn Ferdinand in die offene Handelsgesellschaft ein. Unter der Leitung der beiden Söhne wird der Betrieb im Lauf der Jahre durchgreifend technisch erneuert und erweitert.

 

1918

Der Seniorchef der Firma, Ferdinand Schreiber, stirbt. Zwischen den beiden Weltkriegen gelingt den Söhnen Georg und Ferdinand Schreiber die bedeutendste Vergrößerung des Betriebes auf schließlich zehn Schnellpressen und Automaten, drei Linotype-Setzmaschinen und eine Vielzahl von Hilfsmaschinen.

 

1944

In der Bombennacht vom 24. April verfällt das Werk in Schutt und Asche. 1947 findet Ferdinand Schreibers Sohn in den Trümmern des Betriebes einen Heidelberger Druckautomaten, der wiederhergestellt werden kann. Im April 1948 erwecken Ferdinand Schreiber jun. und Rudolf Wild im Heizraum einer benachbarten Schulhausruine die Buchdruckerei Schreiber wieder zum Leben.

 

1959–1960

Die Brüder Georg und Ferdinand Schreiber sen. errichten unter der Leitung von Ferdinand Schreiber jun. auf dem geräumten Grundstück Rosental 6 ein modernes Geschäftshaus mit Rückgebäude. Nach einer provisorischen Unterkunft im Haslinger Durchgang findet die „Buchdruckerei F. Schreiber KG“ hier in drei Stockwerken des Rückgebäudes eine neue Heimat. In der Folge wird auch eine kleine Offsetabteilung eingerichtet, um mit den Veränderungen der Zeit Schritt halten zu können.

 

1985

Aus Altersgründen und wegen eines fehlenden Nachfolgers aus der Familie wird die Buchdruckerei am 1. Juli von Erich Mayr übernommen. Die Firma wird von Erich Mayr zunächst unter dem Namen „Buch- und Offsetdruck F. Schreiber Nachf. GmbH“ im Rosental 6 weitergeführt.

 

1998

Nachdem die Gewerberäume im Rosental 6 in der Münchner Innenstadt zu klein geworden sind, muss Erich Mayr nach einer größeren Gewerbefläche Ausschau halten. Am 1. Juli wechselt der Firmensitz nach Oberhaching bei München. Hier ist das Unternehmen seither unter dem Namen „Druck & Medien Schreiber GmbH“ ansässig.